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30. April 2026

EMDR

Eye Movement Desensitization and Reprocessing 
//Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen

Wie wird in der Traumatherapie mit EMDR gearbeitet?

  • EMDR ist eine strukturierte Therapiemethode, die in acht Phasen abläuft.
  • Ein zentrales Element ist die bilaterale Stimulation (beide Gehirnhälften werden
    dabei abwechselnd stimuliert), bei der die Patientin z.B. den Fingern der Therapeutin
    mit den Augen folgt oder andere Formen (z. B. durch Töne oder Berührungen auf den Händen) nutzt.
  • Diese Stimulation soll die Verarbeitung belastender Erinnerungen unterstützen.

Die Therapie zielt darauf ab, traumatische Erlebnisse im Gehirn so zu verarbeiten,
dass sie nicht mehr so belastend wirken.

Der Prozess umfasst:

  • Vorbereitung: 
    Aufbau einer vertrauensvollen Therapeut-Patient-Beziehung und Erklärung des Verfahrens.
  • Bewertung: 
    Identifikation der belastenden Erinnerung und der damit verbundenen Gedanken,
    Gefühle und Körperempfindungen.
  • Desensibilisierung: 
    Durch die bilaterale Stimulation wird die emotionale Belastung der Erinnerung schrittweise reduziert.
  • Verankerung: 
    Positive Glaubenssätze werden gestärkt.
  • Abschluss: 
    Sicherstellung, dass der Patient stabil ist und die Verarbeitung abgeschlossen ist.

Welche Themen können mit EMDR bearbeitet werden?

EMDR wird vor allem bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen eingesetzt, z. B.:

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • Belastende Lebensereignisse wie Mobbing, Verlust eines Angehörigen oder
    schwere Krankheiten.
  • Ängste, Phobien und chronische Schmerzen,
    sofern sie mit belastenden Erinnerungen zusammenhängen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

  • Stabile psychische Verfassung: 
    EMDR sollte nicht angewendet werden, wenn die Patientin akut suizidal ist oder
    sich in einer schweren psychischen Krise befindet
  • Therapeutische Begleitung: 
    EMDR darf nur von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden,
    da die Methode intensive emotionale Reaktionen auslösen kann 
  • Reflektionsfähigkeit: 
    Die Patientin sollte in der Lage sein, sich auf den Prozess einzulassen und
    die Erinnerungen zu reflektieren 
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