Heilpraktikerin für Psychotherapie / Berlin / +49 176 85 04 83 18 / info@frau-krone.de
Traumatherapie//
kurze Einführung
Wie kann Traumatherapie wirken?
(Was passiert dabei?)
Hier ein vereinfachter Überblick mit ausgewählten Etappen, die in der
Traumatherapie vorkommen können.
Vorwort
Das von mir illustrierte Chamäleon steht symbolisch für einen Klienten.
Zwischen dem Chamäleon (der Klientin) und der Therapeutin findet ein Dialog statt.
Im gesamten Verlauf wird nur das Chamäleon dargestellt – mit all dem, was es in der Traumatherapie erleben und erfahren kann.
Die Therapeutin wird nicht direkt gezeigt, da der Fokus, wie in der Therapie, auf dem Klienten liegt. Ihre Stimme ist jedoch in Form einer Sprechblase zu sehen.

Am Anfang

Was passiert hier?
- Das Chamäleon hat völlig seine Farbe verloren, die einfach nur noch an ihm heruntertropft.
→ Die Klientin kommt erschöpft in die Praxis. Jahrelang hat sie sich abgemüht und sich oft an andere
angepasst. Wer sie wirklich ist, weiß sie kaum noch.
- Die Frage der Therapeutin richtet sich auf die Bedürfnisse der Klientin. Zu Beginn ist es wichtig,
herauszufinden, was die Klientin in dieser akuten Situation gerade braucht.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon zeigt deutlich, dass es nicht weitergeht.
→ Für die Klientin kann es anfangs schwer sein, offen über Gefühle zu sprechen.
- Die Therapeutin respektiert dieses „Stopp“ und nimmt Rücksicht darauf. Sie erklärt, dass in der Therapie nur das besprochen wird, was für die Klientin machbar und akzeptabel ist.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon ist schwer beladen mit verschiedenem Gepäck.
→ Die Klientin trägt eine große Last, die aus aktuellen oder vergangenen Ereignissen stammen kann und noch Klärung braucht. Diese starke Belastung spürt sie oft auch körperlich, zum Beispiel durch
Verspannungen in Schultern oder Nacken.
- Die Therapeutin nimmt die Klientin mit all ihren Belastungen wahr.
Sie bietet ihr Unterstützung an, um den gefühlten Berg an Belastungen Schritt für Schritt zu bearbeiten.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon hat ein Archiv mit Kästen angelegt.
→ Die Klientin beginnt, einen ersten Überblick zu gewinnen. Sie erkennt, woher ihre Themen stammen und kann sie vorerst sortieren und „ablegen“.
- Die Therapeutin erklärt ihr verschiedene Möglichkeiten, Belastungen übersichtlicher zu machen:
- alles in kleine Pakete aufteilen, die nacheinander bearbeitet werden,
- ein Archiv mit unterschiedlichen Schubladen anlegen,
- oder ein eigenes Sortiersystem entwickeln.
Alles, was beim Sortieren hilft, wird gemeinsam ermöglicht.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon stellt sich in seinen Gedanken eine gute Fee vor.
→ Die Klientin wird von der Therapeutin auf eine Wunschreise mitgenommen.
- Die Therapeutin begleitet sie dabei einfühlsam und darf gemeinsam mit ihr staunen, was die Fee bewirken kann (an dieser Stelle wird nicht zu viel verraten, damit der Zauber erhalten bleibt ;) .
- Für die Therapie ist es wichtig, den Fokus auf das Positive zu richten – weg vom Problem, hin zur Lösung.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon taucht vorsichtig seine Hinterpfote in unbekanntes Wasser.
→ Hier wird mit der Vorstellungskraft der Klientin gearbeitet. Sie stellt sich vor, am Ufer eines Sees zu stehen und langsam mit dem großen Zeh das unbekannte Gewässer zu berühren.
- Diese Übung unterstützt sie dabei, sich behutsam auf die Erkundung ihrer Gefühle einzulassen. Dabei ist es hilfreich, wenn die Klientin eher neugierig als ängstlich ist.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon spürt beim Eintauchen in das unbekannte Gewässer Schmerzen.
→ Die Klientin darf die Erfahrung machen, dass sie den Schmerz nicht allein tragen muss. Der Schmerz darf da sein und wird wahrgenommen.
- Die Therapeutin ist präsent und bezeugt den Schmerz.
Allein diese Erfahrung, den Schmerz nicht alleine aushalten zu müssen, ist unterstützend und von großer Bedeutung.

Was passiert hier?
- Trauer tritt hier in den Raum. Stille und Schweigen können bereits sehr wohltuend sein.
- Das Chamäleon und die Klientin dürfen ungehindert weinen – ja, sogar ganze Flüsse.
- Die Therapeutin hält diesen Raum aus und kann im Zweifel mitweinen, denn auch sie ist nur ein Mensch.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon fühlt sich unwohl und wird kritisch.
→ Die Klientin lernt, dass ihre Gedanken manchmal sehr kritisch sein können. Um das greifbarer zu machen, sprechen wir vom „inneren Kritiker“.
- Die Therapeutin ermutigt die Klientin, mit diesem Kritiker in einen Dialog zu treten, da er sie ja anspricht und somit eine Gesprächsfähigkeit zeigt.
Die Klientin könnte zum Beispiel fragen: „Warum kritisierst Du mich, sobald ich etwas falsch mache?“
Die Antworten des Kritikers können überraschend sein.
- Für die Therapie ist es wichtig, dass die Klientin darauf achtet, wie sie mit sich selbst spricht – also auf ihren inneren Dialog. Eine dominante Stimme darin kann der innere Kritiker sein.
Er ist oft unbeliebt, doch loswerden kann man ihn nicht.
Deshalb ist es wichtig, sich mit ihm auseinanderzusetzen, ihn zu fragen, was er will und vor was er die
Klientin vielleicht sogar schützen möchte.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon betrachtet sich in seinen verschiedenen Facetten.
→ Die Klientin lernt ihre Gefühle kennen und erkennt, dass ALLE Gefühle erlaubt sind.
- Die Therapeutin unterstützt sie dabei, die Gefühle zu erkunden und auszuhalten.
Sie erklärt, dass Gefühle da sein dürfen und kommen und gehen.
- In der Therapie bietet die Therapeutin – wenn passend – Übungen an, die genau darauf abzielen, Gefühle besser wahrzunehmen. So lernt die Klientin sich immer besser und tiefer kennen.

Was passiert hier?
- Das Chamäleon erkennt sich selbst als das kleine Chamäleon von damals in der Vergangenheit wieder.
→ Die Klientin lernt eine ihrer kindlichen Seiten kennen, die auch heute noch eine Rolle spielt und sich auf unterschiedliche Weise zeigen kann.
- Die Therapeutin schaut gemeinsam mit der Klientin darauf, wie es für sie war, ein Kind zu sein.
Beide betrachten die damalige Zeit und bei Bedarf gibt es Möglichkeiten, vergangene Erlebnisse so zu
verändern, dass sie sich heute passender anfühlen.
- In der Therapie kann es hilfreich sein, in die Vergangenheit (dort & damals) zu gehen, um zu verstehen, was damals passiert ist und was das kleine Kind von damals vielleicht gebraucht hätte.
So erkennt die Klientin, dass sie damals nur begrenzte Möglichkeiten hatte – auch weil sie ein Kind war.
Heute (hier & jetzt) als Erwachsene hat sie hingegen mehr Handlungsspielräume, die sie nutzen kann.

Was passiert hier?
- In der Therapie passiert: Oh, verdammt viel!
(Die hier gezeigten Darstellungen geben nur einen kleinen, einfachen Einblick :)